Wolf Rune

Sinikka Langeland vocal, kantele

ECM

2021


In der Beschränkung auf Gesang und Kantele entwickelt die Aufnahme im Zusammenspiel der manchmal etwas spröden Stimme und der kargen Instrumentierung enen ganz eigenen meditativen und spirtuellen Reiz – eine Andacht zu Ehren der Natur. Die Klänge wurzeln in archaischen Vorzeiten, weisen aber gleichzeitig mit experimentellen Elementen in die Zukunft. […] Nebenbei ist das Album ein eindrucksvolles Plädoyer für die Vielseitigkeit der Kantele.
Guido Diesing, Jazzthetik

Auf ihrer 39-saitigen, sich über fünfeinhalb Oktaven erstreckenden Konzert-Kantele lässt sie farbenreiche, raumfüllende Klangbilder entstehen, während sie sich auf der fünfsaitigen Kantele mit zwei kurzen ‘Kantele Prayers’ im äußerst reduzierten Musizieren übt. Dazwischen liegt eine fünzehnsaitige Variante dieser sehr ursprünglich klingenden finnischen Kastenzither – in einzelnen Stücken kombiniert sie auch die unterschiedlichen Instrumente miteinander. In die üblichen stilistischen Schubladen passen Sinikka Langelands zwischen Archaischem, Folklore, Jazz und Experimentellem liegenden Klangwelten 0hnehin längst nicht mehr hinein. Auf ‘When I Was The Forest’ erweitert sie mit einem E-Bogen zusätzlich das Farbspektrum zur Untermalung eines von Meister Eckhart inspirierten Textes. Der musikalische Output korrespondiert auf perfekte Weise mit ihren lyrischen Vorlieben, die sich auf diesem Album vom Spätmittelalter bis zu den zeitgenössischen norwegischen Dichtern Olav H. Hauge und Jon Fosse erstrecken. Gesanglich ist sie mit ihrer ausdrucksstarken Stimme tief in der nordischen Tradition verwurzelt, der Titelsong geht auf ein altes Runenlied zurück. Sinikka Langeland pur – ein faszinierendes Erlebnis!
Peter Füssl, Kultur

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JAZZ i NORGE : Utdrag Arild R Andersen

Albumet har mange sterke spor, og jeg har lyst til å starte med «Don´t Come To Me With The Entire Truth». Det er Olav H. Hauges «Kom ikkje med heile sanningi». De opptakene som fins av Hauge der han selv leser diktet, viser hvordan innholdet i teksten kan kles nakent. Stor poesi klarer seg ofte best uten musikk, men Sinikka Langeland behersker en form og viser en ydmykhet og styrke som tjener den vakre og tankevekkende teksten. Den stillferdige flyten i musikken speiler Hauges visdom. Når Langeland synger, får diktet preg av noe overlevert, eller tradert.

Jon Fosse er en annen av Sinikkas poeter. I prosjektet «Vind og Sol» har hun tonesatt flere av diktene hans. På «Wolf Rune» er Fosse representert med «Row My Ocean», eller «Ro mitt hav». Langeland gir diktet en drakt som farger innholdet og vekter enkeltpassasjer. Det gir en personlig inngang til Fosses livsanskuelser. «Blåhvalens auge» er skrevet av Langeland, og «Da je var skogen» stammer fra mystikeren Meister Eckhart. Tittelsangen «Ulverune» kommer fra Poul Pedersen Øieren, Brandval Finnskog (1808).

 

 

Sinikka Langeland, Wolf Rune Review